Eine Liebeserklärung an “Schrulli”

Lie­be Eden, unse­re heu­ti­gen Zei­len sind wohl eher unge­wöhn­lich, aber es gibt einen guten Grund dafür – Du bist heu­te 11,5 Jah­re alt!

Im März glaub­ten wir alle schon nicht mehr dar­an, mit Dir gemein­sam die Oster­ta­ge erle­ben zu kön­nen – die Pro­ble­me in Dei­ner immer schwä­cher wer­den­den Hin­ter­hand schie­nen wir mit den Schmerz­mit­teln nicht mehr im Griff hal­ten zu kön­nen… Laut­stark bel­lend mit wachem, kla­rem Blick schienst Du uns aber förm­lich auf­zu­for­dern, Dei­ne Medi­ka­men­te noch­mals umzu­stel­len… und Gott sei Dank haben wir auf Dich gehört!

Dei­ne unsag­ba­re Wil­lens­kraft und dein gro­ßer Dick­schä­del waren es auch damals, die uns dazu bewo­gen haben, Dich NICHT aus­zie­hen zu las­sen  – schon mit 6 Wochen hast Du uns mit Dei­nem gro­ßen Charme um Dei­ne klei­nen Tat­zen gewi­ckelt! EIGENTLICH soll­te nie­mand blei­ben – aber was im Leben ist schon EIGENTLICH?!

20 wun­der­vol­le Kin­der hast Du uns in 3 Wür­fen geschenkt und selbst Dei­ne Enkel und sogar Uren­kel kamen in den „Genuss“ Dei­ner Erzie­hungs­me­tho­den.

Heu­te genießt Du Dei­ne Ruhe, schläfst viel – liebst die Momen­te bei etwas küh­le­ren Tem­pe­ra­tu­ren auf dem Gras lie­gend im Gar­ten. Dei­nen heiß­ge­lieb­ten Wach­pos­ten am Tor hast Du längst der jün­ge­ren Genera­ti­on über­las­sen.
Unse­re gemein­sa­men Spa­zier­gän­ge haben kei­nen Zeit­druck mehr und sind viel klei­ner gewor­den. Du trot­test in Dei­nem Rhyth­mus neben uns her – manch­mal auch vor oder hin­ter uns. Am Weges­rand wird noch immer kon­se­quent Rast gemacht – unse­re Gemü­se­prin­zes­sin liebt das sat­te, saf­ti­ge Gras doch so sehr! Manch­mal, wenn es zu warm ist, geht Dein Blick zurück in Rich­tung Hei­mat – und dann dre­hen wir nach ein paar Metern ein­fach um! Aber mit, mit willst Du noch immer!

Wir haben gelernt, mit Dei­nen Macken umzu­ge­hen und Du arran­gierst Dich mit unse­ren. Und die sind sicher zahl­reich in Dei­nen Augen! So wirst Du es wahr­schein­lich nie ver­ste­hen, war­um zum Him­mel Brot­schei­ben trotz inten­sivs­tem Hyp­no­se­blick nicht vom Tel­ler fal­len!

DANKE, dass Du Dich damals so vehe­ment dar­um „bewor­ben“ hast, am Han­k­e­nüll blei­ben zu kön­nen lie­ber Fred! DANKE, dass es Dich gibt!

In Lie­be, Dei­ne Fami­lie